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Drehmaschine einstellen und ausrichten leicht gemacht!

Drehbank einstellen

Bei der Fertigung von Werkstücken aus Metall und Kunststoff kommt dem Verfahren des Drehens eine fundamentale Bedeutung zu.

Die mit Abstand wichtigste Werkzeugmaschine ist in diesem Zusammenhang die Drehmaschine, mit der nicht nur gedreht, sondern ebenfalls gebohrt werden kann.

Damit die Arbeit mit der Drehbank Daheim oder im Betrieb jedoch präzise vonstattengehen kann, ist eine korrekte Einstellung der Maschine unerlässlich.

Dieser Artikel zeigt Schritt für Schritt worauf genau zu achten ist. Wichtige Tipps und Informationen für Heimwerker aber auch zum einrichter komplexer Industriemaschinen geeignet!

 

 

Warum ist die Drehmaschine so wichtig im Bereich des Handwerks?

Mit der Hilfe von Drehmaschinen lassen sich unterschiedlichste Rotationskörper herstellen. Die Bandbreite an geometrischen Formen reicht dabei von einfachen Zylindern über Kegel- und Kugelflächen bis hin zu komplexen, freien Formen.

Die Schnittbewegung wird dabei durch eine Drehbewegung ausgeführt. Das zentrale Werkzeug von Drehbänken ist der sogenannte Drehmeißel, welcher fest auf dem Werkzeugschlitten sitzt.

Der Schlitten ermöglicht eine Bewegung des Werkstückes längs und quer zur Drehachse.

Die Bedienung der Maschine erfolgt je nach Ausführung über eine manuelle oder eine automatisierte Steuerung. Sowohl konventionelle als auch CNC-gesteuerte Drehmaschinen weisen weiterhin einen Reitstock, ein Gestell sowie einen Antrieb als Hauptkomponenten auf.

Durch die Implementierung von Zusatzeinrichtungen kann der Funktionsumfang einer Drehmaschine zusätzlich erweitert werden. So kann mit speziellen Komponenten ebenfalls gefräst oder gestoßen werden.

Drehbank Spitzenhöhe einstellen
Die Einstellung der Spitzenhöhe! Ein sehr wichtiger Faktor für präzise Arbeiten!

Die Spitzenhöhe richtig einstellen!

Für die korrekte Nutzung von Drehmaschinen ist es enorm wichtig, dass die Spitzenhöhe korrekt eingestellt ist. Im Zuge der Justierung wird im ersten Schritt aus einem Werkstück ein Kegel gedreht. Als nächstes wird die Körnerspitze so nah wie möglich an die Spitze des Kegels herangeführt.

Grobe Unstimmigkeiten können nach diesem Schritt bereits mit der Hilfe einer Vergrößerungslinse zuverlässig erkannt werden. Lässt sich hier eine Verstellung erkennen, so muss genau festgestellt werden, wie groß die Abweichungen im Detail sind.

Um zu erfahren, wie groß die Höhen- und Seitenabweichungen von Spindel- zu Reitstock sind, wird ein „Puppitaster“ (auch Fühlhebelmessgerät genannt) in das Drehfutter gespannt. Weiterhin muss dieser in den Morsekegel des Reitstocks geführt werden. Nun wird das Futter einmal komplett um die eigene Achse gedreht, wobei simultan der Mittelwert gebildet wird.

Die seitliche Position kann einfach über eine Stellschraube justiert werden. Ist der Reitstock zu hoch, so empfiehlt es sich den Spindelstock mit einem dicken Blech zu unterlegen und erneut auszumessen.

Drehmaschine Arbeitsspindel einstellen
Arbeitsspindel einstellen mit der Messuhr! Informationen & Tipps!

Einstellen der Arbeitsspindel

Um eine maximale Präzision zu erreichen, ist es von Bedeutung, dass die Arbeitsspindel rund läuft und perfekt ausgerichtet ist. Der Rundlauf der Spindel kann mit einer Messuhr überprüft werden. Unter keinen Umständen sollten die ermittelten Wert die Vorgaben der jeweiligen Hersteller von diversen Drehmaschinen überschreiten.

Läuft die Welle rund, so kann diese sowohl horizontal als auch vertikal ausgerichtet werden. Neben einer Messuhr wird für die vertikale Ausrichtung ein ca. 300 mm langes sowie rundes Werkstück benötigt. Anschließend wird das Werkstück mit einem Überstand von 200 bzw. 250 mm eingespannt und mit zwei Messmarkierungen versehen.

Im Anschluss wird die Messuhr auf dem Support befestigt und selbiger an die zweite Messstelle herangefahren. Nun wird das Werkstück um 360 Grad gedreht. Hierbei wird sowohl der größte als auch der kleinste Wert notiert. Der Vergleich der Mittelwerte der einzelnen Messungen dient im nächsten Schritt als Grundlage für die Einstellung.

Die horizontale Einrichtung funktioniert genauso wie die vertikale Justierung nur lediglich mit dem Unterschied, dass die Messspitze mit einem Winkel von 90 Grad auf das Werkstück trifft.

Was bleibt abschließend zum Thema zu sagen?

Drehmaschinen bzw. Drehbänke müssen für ein genaues Arbeiten so exakt wie möglich eingestellt bzw. ausgerichtet sein. Um das eigene Werkstück nicht zu gefährden, sollten die Einstellungen behutsam und ohne Zeitdruck durchgeführt werden. Wichtig ist weiterhin, die Justierung im Nachhinein noch einmal zu überprüfen.

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